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Claude Code verstehen – die 4 Grundbegriffe

Das große Bild: Stell dir Claude Code als neuen digitalen Kollegen vor, der direkt auf deinem Rechner sitzt. Er chattet nicht nur – er handelt: liest Dateien, schreibt Code, führt Befehle aus, baut Webseiten, deployt sie. Die vier Begriffe unten beschreiben, womit dieser Kollege arbeitet.

Begriff In einem Satz Die Kollegen-Metapher
Tools Die Grundfähigkeiten: Datei lesen/schreiben, Befehl ausführen, im Web suchen. Seine Hände & Sinne
Agent Claude, der eigenständig in einer Schleife arbeitet, bis die Aufgabe erledigt ist – und Teilaufgaben an Helfer abgeben kann. Der Kollege selbst (mit Assistenten)
Skill Ein gespeichertes Playbook/SOP, das Claude bei passender Situation automatisch hervorholt. Die Firmen-Handbücher, die er gelesen hat
MCP Ein Stecker/Adapter, der Claude mit deinen anderen Programmen verbindet (Slack, Shopify, Gmail, Drive …). Die Zugänge/Logins zu unserer Software

1) Tools – die Hände von Claude Code

Ein normaler Chatbot kann nur reden. Claude Code kann Dinge tun, weil er Werkzeuge hat:

👉 Merksatz: Tools sind der Unterschied zwischen „über Arbeit reden“ und „Arbeit erledigen“.

Du musst Tools nicht einzeln aufrufen. Du sagst, was du willst – Claude wählt die passenden Werkzeuge selbst. Bei heiklen Aktionen (etwas löschen, etwas online stellen) fragt er vorher nach.


2) Agent – der Kollege, der eigenständig arbeitet

Ein Agent ist Claude, der ein Ziel bekommt und dann selbstständig in einer Schleife arbeitet: nachdenken → Werkzeug benutzen → Ergebnis ansehen → nächster Schritt … bis er fertig ist.

Beispiel im Workshop: Du sagst „Bau mir eine Landingpage und stell sie online.“ Der Agent legt Dateien an, startet eine Vorschau, erstellt ein Git-Repo, deployt zu Cloudflare – ohne dass du jeden Einzelschritt vorgibst.

Sub-Agents (Helfer-Agenten)

Für größere Aufgaben kann der Haupt-Agent Helfer beauftragen, die parallel arbeiten und dann berichten. Jeder Helfer hat seinen eigenen „Kopf“ (eigenes Gedächtnis), damit der Hauptkollege den Überblick behält. Beispiele:

👉 Merksatz: Agent = Claude, der nicht nur antwortet, sondern eine Aufgabe zu Ende bringt – und sich bei Bedarf Verstärkung holt.


3) Skill – das Playbook, das Claude automatisch zückt

Ein Skill ist eine gespeicherte Arbeitsanleitung (ein Ordner mit Anweisungen, Vorlagen und kleinen Hilfsskripten). Claude lädt sie nur dann, wenn die Situation passt – das hält ihn schnell und fokussiert.

Warum das für uns Gold wert ist: Unser Firmenwissen wird so für jeden abrufbar. Du musst nicht wissen, wie ein Medumio-Kongress aufgebaut ist – der Skill weiß es.

Echte Medumio-Skills, die es schon gibt:

So rufst du einen Skill auf:

👉 Merksatz: Ein Skill ist eine Schulung, die du Claude einmal gibst – und die er ab dann immer im richtigen Moment anwendet.


4) MCP-Connection – der Adapter zu unseren anderen Tools

MCP steht für Model Context Protocol. Das ist ein einheitlicher Standard, um Claude an externe Programme anzuschließen – wie ein USB-C-Anschluss für KI.

Ist ein Programm per MCP verbunden, kann Claude darin lesen und handeln – nicht nur auf deinem Rechner, sondern in der ganzen Tool-Landschaft.

Beispiele, die für Medumio relevant sind:

Wichtig zum Mitnehmen:

👉 Merksatz: MCP ist das Kabel, mit dem Claude an unsere Firmen-Software andockt.


Wie alles zusammenspielt (ein Beispiel)

„Claude, finde im Slack die Wünsche zum Nebennieren-Kongress, schreib daraus eine Tagesmail im Medumio-Stil und leg sie als Entwurf ab.“

  1. MCP holt die Slack-Nachrichten herein.
  2. Der Skill kongress-pipeline liefert Stil, Aufbau und Regeln für die Mail.
  3. Der Agent verknüpft beides, schreibt die Mail und legt den Entwurf ab.
  4. Dafür nutzt er laufend seine Tools (lesen, schreiben, ablegen).

Ein Satz – vier Bausteine im Einsatz. Genau das ist Claude Code.


Mini-Glossar für Zwischendurch